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Aachener Monarchenkongress Der Kongress von 1818 führte König Friedrich Wilhelm III. von Preußen (Regierungszeit 1797- 1840), Kaiser Franz I. von Österreich (Regierungszeit 1804-1835) und Zar Alexander I. von Russland (Regierungszeit 1801-1825) in Aachen zusammen. Am 9. Oktober trafen die vier Großmächte ein Abkommen mit Frankreich über die Räumung des besetzten französischen Gebiets bis spätestens 30.11.1818. Außerdem kam unter Beteiligung der internationalen Bankenwelt eine Herabsetzung der französischen Kriegsentschädigungen zustande. Mit dem Aachener Monarchenkongress kehrte Frankreich in den Kreis der das internationale System bestimmenden Großmächte zurück. Damit etablierte sich in der europäischen Politik die Vorherrschaft der fünf Großmächte. Quelle: Portal Rheinische Geschichte Edit Delete
Alldeutscher Verband 1891 anlässlich des Helgoland-Sansibar-Vertrages (1890) zur Stärkung des deutschen Nationalbewusstseins insbesondere im Ausland gegründet. Faktisch trat der Verband für eine expansive Kolonial- und Flottenpolitik, sowie den Ausschluss nationaler Minderheiten ein. Während der Weimarer Republik verlor er zunehmend an Bedeutung und wurde schließlich 1939 aufgelöst. Quelle: Portal Rheinische Geschichte Edit Delete
Allgemeine Deutsche Burschenschaft Vor dem Hintergrund der Beschlüsse des Wiener Kongresses gründeten Burschenschaften aus 14 Universitätsstädten im Jahre 1818 die Allgemeine Deutsche Burschenschaft. Ausgangspunkt war das 1817 ausgerichtete Wartburgfest, in dessen Anschluss man erste Ziele eines Zusammenschlusses formulierte. Diese gingen weit über das universitäre Leben hinaus; gefordert wurde die Einheit des Vaterlandes und Einheit, Freiheit aller Burschen untereinander und möglichste Gleichheit aller Rechte und Pflichten . Die Karlsbader Beschlüsse (1819) markierten das Ende der Bewegung. Quelle: Portal Rheinische Geschichte Edit Delete
Deutsche Fortschrittspartei Gegründet im Juni 1861 aus dem Preußischen Abgeordnetenhaus von einer Gruppe liberaler Landtagsmitglieder; darunter Rudolf Virchow (1821-1902), Theodor Mommsen (1817-1903), Hermann Schultze-Delitzsch (1808-1883) und Werner Siemens (1816-1892). Sie forderte die Einigung Deutschlands unter preußischer Zentralgewalt, eine gemeinsame deutsche Volksvertretung, die verfassungsmäßige Rechtsstaatlichkeit, die Unabhängigkeit der Richter, die Verantwortlichkeit der Minister gegenüber dem Parlament, die Zurückdrängung des Einflusses des preußischen Herrenhauses, die Beförderung der kommunalen und provinzialen Selbstverwaltung, die Trennung von Staat und Kirche, die Gleichberechtigung der Religionen und die obligatorische Zivilehe. 1861 hatte die Partei zwar erklärt, sich nicht in prinzipielle Opposition gegen die Regierung zu stellen, doch bekämpfte sie dann das Ministerium Bismarck, wobei es vor allem um die Heeresreform ging, für die sich die Liberalen aus wirtschaftlichen Gründen einsetzten. Die Regierung lehnte eine Verkürzung der Militärdienstzeit ab, während das preußische Abgeordnetenhaus die Zustimmung zum Budget verweigerte. Der Verfassungskonflikt, der sich daraus ergab, spaltete die Liberalen. Nach den Kriegserfolgen Bismarcks stimmte 1866 mehr als die Hälfte der liberalen Fraktion der Indemnitätsvorlage zu, um sich dann abzuspalten und die Nationalliberale Partei zu gründen. Quelle: Portal Rheinische Geschichte Edit Delete
Arbeiter- und Soldatenrat Bezeichnung für die von Arbeitern und Soldaten zur revolutionären Übernahme der Staatsleitung gewählten Vertretungen, in Deutschland während der Novemberrevolution 1918. Nach der Wahl zur Deutschen Nationalversammlung am 19.1.1919 verloren die Arbeiter- und Soldatenräte an Einfluss und büßten mit der Verabschiedung der Weimarer Verfassung ihre Legitimation ein. Im Spätherbst 1919 hatten sich alle Arrbeiterräte aufgelöst. Quelle: Portal Rheinische Geschichte Edit Delete
Assessor Lateinisch, Abkürzung Ass., bezeichnet den Anwärter auf die höhere Beamtenlaufbahn nach abgeschlossenem Universitätsstudium und Vorbereitungsdienst mit zweiter Staatsprüfung (Assessorprüfung). Quelle: Portal Rheinische Geschichte Edit Delete
Befreiungskriege Auch Freiheitskriege oder Sechster Koalitionskrieg. Rückblickende Bezeichnung der Kriege zwischen dem napoleonischen Frankreich und der Allianz seiner Gegner zwischen der Niederlage Napoleons im Russlandfeldzug 1812 und der Unterzeichnung des Pariser Friedens 1814. Quelle: Portal Rheinische Geschichte Edit Delete
Bonner Lesegesellschaft Gegründet am 1.12.1787, aufgeklärt-literarische Gemeinschaft, die die Förderung des letzten Kölner Kurfürsten Max Franz genoss. Seit dem Zusammenschluss 1819 mit der Bonner Erholungsgesellschaft vollzog sie den Übergang zu einer geselligen Vereinigung, die bis heute besteht. Quelle: Portal Rheinische Geschichte Edit Delete
Dawes-Plan Am 16.8.1924 in London abgeschlossener Vertrag zur Regelung der sich aus dem Versailler Vertrag ergebenden deutschen Reparationsleistungen. Das Vertragswerk basierte auf den Ergebnissen einer Kommission unter der Leitung des Finanzexperten Charles Gates Dawes (1865-1951). Die deutsche Wirtschaft wurde durch eine amerikanische Anleihe in Höhe von 800 Millionen Goldmark stabilisiert, die jährlich zu zahlenden Raten auf 2,5 Milliarden Reichsmark bis 1928/1929 festgelegt. Quelle: Portal Rheinische Geschichte Edit Delete
Demagogenverfolgung Maßnahmen der Regierungen des Deutschen Bundes zur Unterdrückung liberaler und nationaler Strömungen zwischen 1819 und 1840. Quelle: Portal Rheinische Geschichte Edit Delete
Département In Frankreich 1800 eingeführte Verwaltungseinheit. Sie umfasst mehrere Arrondissements. An der Spitze des Departements steht ein Präfekt. Quelle: Portal Rheinische Geschichte Edit Delete
Deutsche Nationalversammlung Zusammenschluss der deutschen Bundesstaaten auf dem Gebiet des Zolls und des Handels. Der am 22.3.1833 unterzeichnete Zollvereinigungsvertrag trat am 1.1.1834 in Kraft und blieb bis 1871 wirksam, für Luxemburg sogar bis 1919. Durch den Wegfall der Zollgrenzen zwischen den einzelnen Mitgliedstaaten sowie der Vereinheitlichung von Gewichten und Währungen förderte der Zollverein die Industrialisierung und trug maßgeblich zum wirtschaftlichen Aufschwung bei. Für die Rheinprovinz war er die erste feste Klammer ihrer inneren Verschmelzung mit dem preußischen Staat. Quelle: Portal Rheinische Geschichte Edit Delete
Dortmunder Rezess Im Rahmen des Jülich-bergischen Erbfolgestreits am 10.6.1609 geschlossene Vereinbarung zwischen Pfalz-Neuburg und Brandenburg mit Zustimmung der jeweiligen Landstände: Die Erbanwärter auf die Vereinigten Herzogtümer Jülich-Kleve-Mark-Berg, Wolfgang Wilhelm von Pfalz-Neuburg und Kurfürst Johann Sigismund von Brandenburg (Regierungszeit 1608-1619), einigten sich darauf, die Territorien bis zur weiteren Klärung gemeinsam zu regieren. Die Ansprüche anderer Parteien auf das Land - darunter des Kaisers - wurden somit abgewiesen. Gleichzeitig wurde der Teilung des Landes in zwei Herrschaftsbereiche vorgegriffen. Der Vertrag von Xanten vom 12.11.1614 löste den Dortmunder Rezess ab. Quelle: Portal Rheinische Geschichte Edit Delete
Dreiklassenwahlrecht Das von König Friedrich Wilhelm IV. (Regentschaft 1840-1858) 1849 verordnete Wahlrecht für das preußische Abgeordnetenhaus und die Gemeindevertretungen teilte die Wähler nach ihrem direkten Steueraufkommen in drei Klassen ein. Danach wählten in öffentlichen Wahlen wenige Höchstbesteuerte ebenso viele Wahlmänner wie die größere Zahl der mittleren Schicht und die große Zahl der gering Besteuerten. Erst die Wahlmänner wählten die Abgeordneten. Die Wahl zum preußischen Abgeordnetenhaus war also öffentlich, indirekt und ungleich. Erstmals verankert worden war das Dreiklassenwahlrecht in der Rheinischen Gemeindeordnung von 1845. Es galt in Preußen bis 1918. Quelle: Portal Rheinische Geschichte Edit Delete
Düsseldorfer Malerschule An der 1819 wieder begründeten Kunstakademie Düsseldorf formierte sich unter ihren Direktoren Peter Cornelius (Amtszeit 1819-1826) und Wilhelm von Schadow (Amtszeit 1826-1859) die "Düsseldorfer Malerschule", die bis weit in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts Künstler anzog und in der Monumental-, Historien-, Landschafts- und Genremalerei Werke hervorbrachte, die bis heute wertgeschätzt werden. Quelle: Portal Rheinische Geschichte Edit Delete
Edikt von Potsdam Auch Toleranzedikt, am 8.11.1685 durch Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg (Regierungszeit 1640-1688) erlassen, erlaubte es den in Frankreich verfolgten Hugenotten die Ansiedlung auf brandenburgischem Gebiet und stattete sie zwecks Förderung der Wirtschaft mit Privilegien (zum Beispiel niedrigeren Steuern und Zöllen, Subventionen für Unternehmen) aus. Quelle: Portal Rheinische Geschichte Edit Delete
Einjähriger Freiwilliger 1813 in Preußen, 1871 im Deutschen Reich eingeführtes Vorrecht für Wehrpflichtige mit einem höheren Schulabschluss, das es ermöglichte, den Wehrdienst auf zwölf Monate verkürzt als Reserveoffizieranwärter abzuleisten mit der Verpflichtung, eigenverantwortlich für Unterbringung, Bekleidung, Verpflegung und Ausrüstung aufzukommen. Quelle: Portal Rheinische Geschichte Edit Delete
Elberfelder System Als System der offenen Armenpflege an Stelle des Armenhauses entwickelt. Es überführte die althergebrachte patriarchalische Fürsorge des städtischen Bürgertums für die Armen in eine öffentliche Institution. Bis Ende des 19. Jahrhunderts wurde das "Elberfelder System" von den meisten deutschen Städten übernommen. Quelle: Portal Rheinische Geschichte Edit Delete
Emanzipation der Juden Lateinisch (Freilassung), bezeichnet die Anerkennung der rechtlich, religiös und sozial diskriminierten Juden als gleichberechtigte Staatsbürger seit dem 18. Jahrhundert, siehe auch Aufklärung. Quelle: Portal Rheinische Geschichte Edit Delete
Entente Französisch-lateinisch (Einverständnis, Bündnis), bezeichnet (1) das 1904 zwischen Frankreich und England geschlossene Bündnis zur Verständigung über die nordafrikanische Kolonisation (Entente cordiale), das 1907 durch Einbeziehung Russlands zur Tripelentente erweitert wurde. Im Ersten Weltkrieg agierten die Bündnispartner der Tripelentente als Gegner der sogenannten Mittelmächte Deutschland und Österreich-Ungarn, (2) durch Eduard Benesch (1884-1948) 1920/1921 begründetes Bündnis zwischen der Tschechoslowakei, Jugoslawien und Rumänien (Kleine Entente) zur Absicherung der nach dem Ersten Weltkrieg erworbenen Gebiete gegen Ungarn. Quelle: Portal Rheinische Geschichte Edit Delete
Erfurter Unionsparlament Vom 20.3.-29.4.1850 tagende Parlamentarierversammlung, die nach dem Scheitern der Frankfurter Nationalversammlung eine Reichseinigung unter Ausschluss Österreichs (Kleindeutsche Lösung) erreichen wollte. Preußen sollte demnach die österreichische Vormachtstellung im Deutschen Bund ablösen und die neue Union dominieren. Die Umsetzung scheiterte jedoch am Widerstand Österreichs, Bayerns und Württembergs. In der Folge musste Preußen auf die Kleindeutsche Lösung verzichten, der Konflikt zwischen Österreich und Preußen prägte in den nächsten Jahren die Politik und führte schließlich 1866 zur Auflösung des Deutschen Bundes (Deutscher Krieg). Quelle: Portal Rheinische Geschichte Edit Delete
Erste preußische Kammer Auch preußisches Herrenhaus, bezeichnet nach der Verfassungsurkunde des preußischen Staates vom 31.1.1850 die erste Kammer des Parlaments. Das vom Adel dominierte Herrenhaus bildete zusammen mit der zweiten Kammer des Parlaments, dem Abgeordnetenhaus, die Legislative. Quelle: Portal Rheinische Geschichte Edit Delete
Erster Koalitionskrieg Bezeichnet den ersten der Koaltionskriege gegen das revolutionäre beziehungsweise napoleonische Frankreich. Am 20.4.1792 erklärte Ludwig XVI. (Regierungszeit 1774-1792, hingerichtet 1793) auf Druck der Revolutionäre Österreich-Ungarn den Krieg, Preußen verbündete sich mit Österreich, um die Ausbreitung der Revolution einzudämmen, weitere europäische Mächte (unter anderem Großbritannien, Niederlande, Spanien) schlossen sich an. Nach der Kanonade von Valmy am 20.9.1792 war der alliierte Truppenvormarsch zum Stillstand gekommen, 1794 gingen daher die linksrheinischen Gebiete an Frankreich verloren, 1795 wurde in den eroberten Niederlanden die Batavische Republik ausgerufen. Der Frieden von Basel am 5.4.1795 beendete den Krieg zwischen Frankreich und Preußen, der von Österreich und England weitergeführt wurde und mit den militärischen Erfolgen Napoleons gegen Österreich zu Gunsten Frankreichs entschieden wurde. Mit dem Frieden von Loeben beziehungsweise dem Frieden von Campo Formio endete der Erste Koalitionskrieg. England verblieb mit Frankreich im Kriegszustand, der mit dem Deutschen Reich beabsichtigte Friedensvertrag (Rastatter Frieden) konnte aufgrund des Ausbruchs des Zweiten Koalitionskrieges nicht mehr abgeschlossen werden. Quelle: Portal Rheinische Geschichte Edit Delete
Frankfurter Nationalversammlung Auch Frankfurter Parlament oder Deutsche Nationalversammlung, erstes frei gewähltes deutsches Parlament, das 18.5.1848-31.5.1849 in der Frankfurter Paulskirche tagte. Quelle: Portal Rheinische Geschichte Edit Delete
Friede von Campo Formio In dem am 17.10.1792 zwischen Frankreich und Österreich geschlossenen Frieden musste Österreich der Abtretung des linken Rheinufers an Frankreich zustimmen. Mit dem Frieden von Campo Formio begann eine Neuorientierung der französischen Rheinlandpolitik, die auf eine administrative Integration der rheinischen Territorien in den französischen Staatsverband ausgerichtet war. Quelle: Portal Rheinische Geschichte Edit Delete
Friede von Lunéville Der am 9.2.1801 geschlossene Frieden brachte die formelle Abtretung der linksrheinischen Gebiete an Frankreich. Das Reich wurde verpflichtet, die Verluste der davon betroffenen deutschen Fürsten durch die Säkularisation geistlichen Besitzes im rechtsrheinischen Deutschland zu entschädigen. Quelle: Portal Rheinische Geschichte Edit Delete
Frieden von Tilsit Der am 7./9.7.1807 in Tilsit geschlossene Frieden beendete den vierten preußisch-russischen Koalitionskrieg gegen Frankreich, in dem Preußen unterlegen war. Als Folge der Niederlage musste Preußen alle seine Gebiete westlich der Elbe abtreten. So überwies Napoleon am 21.1.1808 unter anderem die ehemaligen Stiftsgebiete von Essen und Werden an das Großherzogtum Berg. Die militärisch wichtige Festung Wesel musste der Großherzog dagegen an Napoleon abtreten. Tiefpunkt der preußischen Geschichte. Quelle: Portal Rheinische Geschichte Edit Delete
Gesellschaft für Rheinische Geschichtskunde Gegründet am 1.6.1881 in Köln, entstanden auf Initiative des Kölner Bankiers und Industriemagnaten Gustav Mevissen, der 1868 zusammen mit Heinrich von Sybel die Gründung eines die bestehenden regionalen Vereine übergreifenden Vereins für rheinisch-westfälische Geschichte ins Auge gefasst und 1879 in Karl Lamprecht einen Historiker gefunden hatte, der Mevissens Vorstellungen von einer Verbindung zwischen bürgerlichem Mäzenatentum und geschichtswissenschaftlicher Grundlagenforschung im Medium eines historisch fundierten rheinischen Eigen- und Selbstbewusstseins konkrete Gestalt gab. Rheinisch bezog sich auf das Gebiet der Rheinprovinz. Seitdem gibt die Gesellschaft, die bis heute die Aufgaben einer Historischen Kommission für das Rheinland wahrnimmt, vor allem Quellen zur rheinischen Geschichte heraus. Quelle: Portal Rheinische Geschichte Edit Delete
Grande Armée Französisch (große Armee), bezeichnet (1) die durch Napoleon 1805 gegen Großbritannien und 1806/1807 gegen Preußen in den Krieg geführten Truppen, (2) das durch Napoleon aufgestellte multinationale Heer des Russischen Feldzuges 1812. Quelle: Portal Rheinische Geschichte Edit Delete
Gründerzeit Der Zeitrahmen der Gründerzeit in Deutschland wird unterschiedlich gesetzt, etwa beginnend mit der Industrialisierung um 1850, im engeren Sinn werden darunter die Jahre um die Reichsgründung 1871 bis zum Börsenkrach 1873 verstanden, als nach dem gewonnenen Deutsch-Französischen Krieg der deutsche Kapitalmarkt durch die Milliarden aus den französischen Reparationszahlungen überschwemmt wurde; begünstigt durch eine liberale Wirtschaftsgesetzgegung, vor allem im Aktienrecht, setzten "Gründungsfieber" und wilde Spekulationen ein. 1873 kam es zum Börsenkrach. Quelle: Portal Rheinische Geschichte Edit Delete
Haager Konferenzen Auch Haager Abkommen, bezeichnet 13 zwischen 1899 und 1907 auf den Friedenskonferenzen in Den Haag geschlossene kriegsvölkerrechtliche Abkommen, die von herausragender Bedeutung für die humanitären Menschenrechte sind. Quelle: Portal Rheinische Geschichte Edit Delete
Hambacher Fest Vom 27.-30.5.1832 versammelten sich in Neustadt an der Weinstraße 20.000 bis 30.000 Menschen und zogen zur Ruine des Hambacher Schlosses, um für nationale Einheit und Freiheit zu demonstrieren. Das Hambacher Fest war die größte und bedeutendste Kundgebung der deutschen Einheits- und Freiheitsbewegung vor der Revolution von 1848. Quelle: Portal Rheinische Geschichte Edit Delete
Heiliges Römisches Reich Das Römische Reich wurde im Westen abgelöst durch das Merowingerreich, das Karl der Große zur Universalmacht Europas gestaltete. Die Auflösung des Karolingerreichs 843 führte zur Entstehung des West- und des Ostfränkischen Reichs. Aus dem Westfränkischen Reich entstand das französische Königreich, aus dem Ostfränkischen das Heilige Römische Reich Deutscher Nation, das im Gegensatz zum französischen Königreich übernational war. Das Ende des Heiligen Römischen Reiches kam 1806 mit der Gründung des Rheinbundes und der Niederlegung der Kaiserkrone durch Kaiser Franz II. am 6. August. Edit Delete
Honoratioren Lateinisch (honoratiores = die mehr als andere Geehrten), Bezeichnung für angesehene Bürger. Quelle: Portal Rheinische Geschichte Edit Delete
Interalliierte Rheinlandkommission Oder Interallierter Hoher Ausschuss für die Rheinlande, oberste Verwaltungsbehörde des besetzten Rheinland, die mit Inkrafttreten des Versailler Vertrags und des Rheinlandabkommens am 10.1.1920 die Arbeit aufnahm. Sie bestand aus den Vertretern der vier Besatzungsmächte Frankreich, Belgien, Großbritannien und den USA. Den Vorsitz erhielt Paul Tirard, der Vertreter Frankreichs. Die Rheinlandkommission, die ihren Sitz im Oberpräsidium der Rheinprovinz in Koblenz hatte, kontrollierte das Geschehen im linksrheinisch besetzten Rheinland bis zu dessen vorzeitiger Räumung am 30.6.1930. Quelle: Portal Rheinische Geschichte Edit Delete
Kabinettsorder Auch Kabinettsordre, bezeichnet im deutschsprachigen Raum bis 1918 die übliche Form der monarchischen Gesetzgebung. Quelle: Portal Rheinische Geschichte Edit Delete
Kapp-Putsch Gegen die Weimarer Republik gerichteter Putsch vom 13.3.-17.3.1920 unter Führung der rechtsradikalen Wolfgang Kapp (1858-1922) und Walter von Lüttwitz (1859-1941) unter Beteiligung paramilitärischer Organisationen und Teilen der Reichswehr. Der Putsch richtete sich hauptsächlich gegen die Regierung von Reichskanzler Gustav Bauer (Amtszeit 21.6.1919-26.3.1920) und die Annahme des Versailler Vertrages, insbesondere die Entmilitarisierung. Im Verlauf des Putsches und bei dessen Niederwerfung kamen circa 2.000 Menschen ums Leben. Quelle: Portal Rheinische Geschichte Edit Delete
Karlsbader Beschlüsse Am 20.9.1819 in Kraft getretene Vereinbarungen zur Einschränkung des Vereins- und Versammlungsrechts, der Zensur sowie der Verfolgung nationaler und liberaler Vereinigungen und Personen in den Staaten des Deutschen Bundes. Sie waren eine Reaktion auf die Ermordung des russischen Generalkonsuls und Dichters August von Kotzebue (1761-1819) durch den Giessener Burschenschafter Karl Ludwig Sand im März 1819. Die Bestimmungen der Karlsbader Beschlüsse wurden erst am 2.4.1848 als Ergebnis der Märzrevolution aufgehoben. Quelle: Portal Rheinische Geschichte Edit Delete
Klassizismus Epochenbegriff für die europäische Kunst von der Mitte des 18. Jahrhunderts bis etwa 1830, umfasst Kunst, Architektur und Literatur. Als Gegenbewegung zu Barock und Rokkoko ist der Klassizismus von der Antiken Kunst und der Aufklärung beeinflusst und strebt klare, vereinfachende und schnörkellose Formen an. Bereits während der Regierungszeit Ludwigs XVI. (1774-1792) kehrte man in Frankreich zu klassischen Vorbildern zurück (Louis-Seize-Stil). Seit den 1760er Jahren verbreitete sich der aus Italien kommende Klassizismus in Frankreich. Sein Zentrum wurde Paris, wo Künstler wie Joseph-Marie Vien (1716-1809) und Jacques-Louis David (1748-1825) entscheidend zu seiner Popularität beitrugen. Eng verknüpft mit der französischen Revolution, entwickelte sich unter der Herrschaft Napoleons der sogenannte Empire-Stil. Quelle: Portal Rheinische Geschichte Edit Delete
Kleindeutsche Lösung Auf der Frankfurter Nationalversammlung 1848 verabschiedetes Modell zur Vereinigung der Staaten des Deutschen Bundes unter Führung Preußens und Ausschluss Österreichs. Demgegenüber stand die Großdeutsche Lösung zur Diskussion (Einbeziehung Österreichs). Als Vorsstufe des Deutschen Kaiserreiches 1871 wurde die kleindeutsche Lösung zunächst größtenteils mit der Gründung des Norddeutschen Bundes 1866 verwirklicht. Quelle: Portal Rheinische Geschichte Edit Delete
Koalitionskriege Bezeichnet die von 1792-1815 andauernden kriegerischen Auseinandersetzungen der französischen Republik beziehungsweise des napoleonischen Frankreich mit verschiedenen, in wechselnden Bündnissen stehenden europäischen Mächten, unter anderem Preußen, Österreich, Russland, Großbritannien, Portugal, Osmanisches Reich, Schweden, Neapel. Quelle: Portal Rheinische Geschichte Edit Delete
Kölner Ereignis/Kölner Wirren Bezeichnet den Konflikt zwischen dem preußischen Staat und der römisch-katholische Kirche zwischen 1836 und 1841 um die Frage der konfessionell gemischten Ehen und die Lehre des Bonner Universitätsprofessors Georg Hermes (Hermesianismus) sowie den Einfluss des Staates auf kirchliche Angelegenheiten. Den Höhepunkt bildete die Inhaftierung des Kölner Erzbischofs Clemens August von Droste zu Vischering 1837-1839. Die Kölner Wirren trugen in der Folge stark zur Enstehung und Etablierung eines politischen Katholizismus in Deutschland bei. Quelle: Portal Rheinische Geschichte Edit Delete
Konstitutionelle Monarchie Regierungsform, in welcher der Monarch als Staatsoberhaupt fungiert, aber durch die Verfassung und ihre parlamentarischen Organe kontrolliert und in seinen Machtbefugnissen eingeschränkt wird. Quelle: Portal Rheinische Geschichte Edit Delete
Kontinentalsperre Bezeichnet die von Napoleon 1806 verhängte Wirtschaftsblockade Großbritanniens, die den Höhepunkt des Wirtschaftskrieges des napoleonischen Frankreich gegen England markierte. Ziel der Blockade sollte ein wirtschaftliche Schwächung der britischen Großmacht sein, in der Folge war aber auch die kontinentale Wirtschaft stark eingeschränkt;auf dem europäischen Festland blühte der Schmuggel. Das Ausscheiden Russlands aus der Kontinentalsperre nahm Napoleon zum Anlass für den Russlandfeldzug 1812. Quelle: Portal Rheinische Geschichte Edit Delete
Kriegs- und Domänenkammer Die Kriegs- und Domänenkammern als Provinzialbehörden im Königreich Preußen gingen aus der Zusammenlegung der Kriegskommissariate mit den Amtskammern hervor und wurden von König Friedrich Wilhelm I. (Regierungszeit 1713-1740) 1723 im Zuge der Reorganisation der Verwaltung geschaffen. Aufgabe der Kriegskommissariate war die Erhebung von Steuern und Abgaben für die Armee, den Amtskammern unterstand die Verwaltung der Domänen und der Einzug der Pachtgelder. Die Kriegs- und Domänenkammern unterstanden dem Generaldirektorium (General-Ober-Finanz-Kriegs- und Domainendirektorium) in Berlin und bestanden bis zur Stein-Hardenbergschen Verwaltungsreform 1808. Quelle: Portal Rheinische Geschichte Edit Delete
Kulturkampf Krise des Deutschen Kaiserreiches unter Reichskanzler Otto von Bismarck und der römisch-katholischen Kirche sowie der politisch-parlamentarischen Vertretung der katholischen Bevölkerung des Reiches (insbesondere der Zentrumspartei) zwischen 1871 und 1891. Streitpunkte waren die Aufhebung der katholischen Abteilung des preußischen Kultusministeriums durch Bismarck, das Festhalten der Kirche am Unfehlbarkeitsdogma, die Einführung der Zivilehe sowie die Repressionen gegen katholische Geistliche und der Einfluss des Staates auf die Kirche. Nach dem "Kanzelparagraphen" 1871 (Änderung des Strafgesetzbuches, wonach es Geistlichen aller Religionen verboten war, sich in Ausübung ihres Amtes in öffentlichen Stellungnahmen politisch zu äußern, galt bis 1953), dem Verbot der Jesuitenniederlassungen 1872 und der Einführung der staatlichen Schulaufsicht, bildeten die sogenannten Maigesetze 1873 (staatliche Kontrolle von Ausbildung und Einstellung der Geistlichen) den Höhepunkt des Kulturkampfes. Die Verschärfung der Bestimmungen über die Verwaltung des Kirchenvermögens beendete 1878 die Kulturkampfgesetzgebung. Die 1886 und 1887 erlassenen "Friedensgesetze" führten schließlich zur Beilegung des Konflikts. Quelle: Portal Rheinische Geschichte Edit Delete
Landstände Im Territorialstaat des Mittelalters und der Frühen Neuzeit Bezeichnung für die politischen Vertretungen der Stände, die bei der Gesetzgebung und Verwaltung mitwirkten. Die Stände (Prälaten, Adel und Städte, sowie in wenigen Territorien auch die Bauern) versammelten sich auf den Landtagen und vertraten das Land gegenüber dem Landesherrn. Eines der wichtigsten Rechte der Landstände war das der Steuerbewilligung. Quelle: Portal Rheinische Geschichte Edit Delete
Lesegesellschaft Bezeichnet häufig patriotische Gruppen des 17.-19. Jahrhunderts, die Zeitschriften und Bücher erwarben und ihren Mitgliedern zur Verfügung stellten. Quelle: Portal Rheinische Geschichte Edit Delete
Liberalismus des Vormärz Lateinisch (liber = frei). In der Zeit des Vormärz verband sich der Liberalismus mit den Ideen einer nationalstaatlichen Einheit der deutschen Staaten. Die liberalen Bewegungen standen in Opposition zu den absolutistischen Fürstentümern der nachnapoleonischen Ära und bekämpften die dem Wiener Kongress folgende Restauration. Sie forderten Verfassungen und demokratische Rechte für das Volk und traten für die Einigung der Staaten des deutschen Bundes in einem gesamtdeutschen Nationalstaat ein. Quelle: Portal Rheinische Geschichte Edit Delete
Maikäferbund Am 29.6.1840 gegründeter literarischer Dichterkreis. Zu den Mitgliedern des bis 1847 bestehenden spätromantischen Zirkels zählten neben Sebastian Longard, Andreas Simons sowie Johanna und Gottfried Kinkel. Quelle: Portal Rheinische Geschichte Edit Delete
Marks-Haindorf'scher "Verein für Westfalen und Rheinprovinz zur Bildung von Elementarlehrern und zur Förderung von Handwerken und Künsten unter den Juden" Der 1825 gegründete Verein wurde in der Rheinprovinz intensiv von den Behörden unterstützt, so dass an einigen Orten Bürgermeister die Kosten für jüdische Lehrlingsplätze übernahmen. Diese Bestrebungen scheiterten jedoch während der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts fast völlig. Das lag unter anderem daran, dass das Handwerk stark überbesetzt war und kaum Zukunftschancen bot. Außerdem machte die Einhaltung der Sabbat- und Speisengebote es jüdischen Lehrlingen fast unmöglich, bei einem christlichen Meister zu leben. Quelle: Portal Rheinische Geschichte Edit Delete
Naturhistorischer Verein der preußischen Rheinlande und Westfalens Gegründet 1834 in Koblenz von dem Gymnasiallehrer Philipp Wirtgen (1806-1870) und dem Pharmazieprofessor Th. Fr. L. Nees von Knesebeck als "Botanischer Verein am Mittel- und Niederrheine", 1843 erweitert zum "Naturhistorischer Verein der preußischen Rheinlande", ab 1849 auf Westfalen ausgedehnt als "Naturhistorischer Verein der preußischen Rheinlande und Westphalens", heute "Naturhistorischer Verein der Rheinlande und Westfalens e.V." Quelle: Portal Rheinische Geschichte Edit Delete
Neue Ära Bezeichnung für die im Herbst 1858 einsetzende und im Frühjahr 1862 endende gemäßigt liberale Regierungspolitik des preußischen Kronprinzen und späteren Königs Wilhelm I. (Regentschaft 1858-1888). Quelle: Portal Rheinische Geschichte Edit Delete
Neue Rheinische Zeitung Demokratische Tageszeitung aus Köln, 1848-1849 von Karl Marx geleitet. Bedeutendes Presseorgan der Revolution 1848/1849. Quelle: Portal Rheinische Geschichte Edit Delete
Neugotik Richtung der neueren Baukunst, die den gotischen Stil erneut voll zur Geltung brachte. Sie steht im Zusammenhang mit dem Aufkommen der Romantik und ist wie diese von England ausgegangen, wo um 1750 die ersten neugotischen Bauten entstanden. Quelle: Portal Rheinische Geschichte Edit Delete
Novemberrevolution Bezeichnung für die Beseitigung der Monarchien in Deutschland und Österreich im November 1918. Im Deutschen Reich begannen die revolutionären Ereignisse mit einer Meuterei von Matrosen der kaiserlichen Marine in Kiel und griffen in der Folge auf das gesamte Reichsgebiet über. Kaiser Wilhelm II. (Regentschaft ab 1888) ging ins Exil, an die Stelle der Monarchie trat nach gewaltsamen Auseinandersetzungen die Weimarer Republik. Quelle: Portal Rheinische Geschichte Edit Delete
Oberpräsident Seit dem 17. Jahrhundert Bezeichnung für den Landesstatthalter einer Provinz in Preußen, seit 1808 beziehungsweise 1815 Amtsbezeichnung für den Leiter der Verwaltung einer preußischen Provinz. Der Oberpräsident der Rheinprovinz hatte seinen Dienstsitz in der Provinzhauptstadt Koblenz. Mit dem Land Preußen wurde auch 1945 (formales Ende 1947) das Amt abgeschafft. Quelle: Portal Rheinische Geschichte Edit Delete
oktroyierte Verfassung Vom König von Preußen am 5.12.1848 nach Auflösung der preußischen Nationalversammlung aus eigener Machtvollkommenheit erlassene und als königliche Gnade deklarierte Verfassung, die am 31.1.1850 in Kraft trat. Wichtigste Merkmale: erbliches Königtum, Zweikammersystem, Dreiklassenwahlrecht, Garantie wichtiger Grundrechte wie Presse- und Versammlungsfreiheit, Gleichheit vor dem Gesetz. Quelle: Portal Rheinische Geschichte Edit Delete
Operation Market Garden Am 17.9.1944 begann mit der Luftlandung der Allierten im Raum Nimwegen/Arnheim durch den Einsatz von 30.000 alliierten Fallschirmjägern die größte Luftlandeoperation des Zweiten Weltkriegs. Ihr Ziel war die Eroberung der für den Vormarsch der Bodentruppen strategisch wichtigen niederländischen Brücken über den Niederrhein: "Market" bezeichnete die Rheinbrücke bei Arnheim, "Garden" die Brücken um den Wilhelminakanal und die Maas zwischen Eindhoven und Nimwegen. Ein Gelingen der Operation hätte zu einem schnellen Vorstoß der Alliierten in Richtung der kriegswichtigen Industrieanlagen des Ruhrgebiets geführt. Die Operation, die bis zum 27.9.1944 dauerte, misslang. Quelle: Portal Rheinische Geschichte Edit Delete
Operation Veritable Offensive der 1. kanadischen Armee zwischen Rhein und Maas östlich von Nimwegen gegen die 1. deutsche Fallschirmjägerarmee zur Eroberung des Niederrheins. Die Operation begann am 8.2.1945. Bis zum 13.2.1945 fanden erbitterte Kämpfe um den Reichswald statt. Die deutschen Truppen wichen schrittweise auf den Brückenkopf Wesel zurück. Am 3.3.1945 erreichten die Kanadier Xanten. Dabei wurde in den letzten Kriegsmonaten der untere Niederrhein einem schweren Artilleriefeuer ausgesetzt. Der Grad der Zerstörungen durch den anhaltenden Artillleriebeschuss übertraf hier den durch den Luftkrieg. Quelle: Portal Rheinische Geschichte Edit Delete
Orden vom Schwarzen Adler Höchster Orden des Königreichs Preußen, gestiftet von Kurfürst Friedrich III. von Brandenburg am 17.1.1701, am Tage vor seiner Selbstkrönung zum König (Friedrich I.) in Preußen (Regierungszeit als Kurfürst und König 1688-1713). Den Orden erhielten alle Mitglieder des Hauses Hohenzollern mit ihrer Geburt. Bis 1848 konnte der Orden nur Personen fürstlicher Abstammung verliehen werden, ab 20.2.1848 auch an Bürgerliche, die damit in den erblichen Adelsstand erhoben wurden. Die Losung des Ordens, der nur eine Klasse hatte, heißt: "SUUUM CUIQUE" (Jedem das Seine); er wurde bis 1918 verliehen. Quelle: Portal Rheinische Geschichte Edit Delete
Paulskirche 1789-1833 errichteter klassizistischer Kirchenbau der evangelischen Gemeinde Frankfurts am Main. 1848-1849 Tagungsort der deutschen Nationalversammlung. Quelle: Portal Rheinische Geschichte Edit Delete
Pauperismus Bezeichnung für das ab den 1830er Jahren aufkommende Phänomen der vorindustriellen Massenverarmung, hervorgerufen durch einen drastischen Bevölkerungsanstieg sowie die Auflösung traditioneller Gesellschaftsstrukturen und sozialer Sicherungssysteme. Quelle: Portal Rheinische Geschichte Edit Delete
Pfälzischer Erbfolgekrieg Auch Orléansscher Krieg (1688-1697). Militärischer Konflikt der europäischen Großmächte, ausgelöst durch die erbrechtlich begründeten Besitzansprüche Frankreichs auf die Pfalz. Endete 1697 mit der Niederlage Frankreichs und dem Verzicht auf die Pfalz im Friedensschluss von Ryswick. Quelle: Portal Rheinische Geschichte Edit Delete
Preußenschlag Entmachtung der preußischen Regierung am 20.7.1932 durch Reichspräsident Paul von Hindenburg. Mit der Einsetzung Franz von Papens zum Reichskommissar übernahm die Reichsregierung die Regierungsgewalt in Preußen. Nach den preußischen Landtagswahlen am 24.4.1932 hatte die seit 1920 amtierende Koalition aus SPD, Zentrum und DDP ihre Mehrheit gegenüber den radikalen Parteien verloren und nur noch geschäftsführend regiert. Quelle: Portal Rheinische Geschichte Edit Delete
Preußischer Adlerorden (1) Schwarzer Adlerorden, höchster preußischer Orden, gestiftet von Friedrich I. am 18.1.1701, dem Tag seiner Krönung zum König in Preußen (Regierungszeit als Kurfürst Friedrich III. seit 1688, als König bis 1713) als ersten Orden des neuen Königreichs. Der Orden wurde bis 1919 inländischen Militär- und Zivilbeamten sowie ausländischen Fürsten und ihren vornehmsten Würdenträgern verliehen. (2) Roter Adlerorden, gestiftet am 17.11.1705 von Erbprinz Georg Wilhelm von Brandenburg-Bayreuth (1678-1726, Regierungszeit als Markgraf von Bayreuth 1712-1726); als 1791 die Fürstentümer Ansbach und Bayreuth an Preußen kamen, ging der Orden mit. König Friedrich Wilhelm II. (Regierungszeit 1786-1797) erhob ihn 1792 zum zweiten preußischen Orden, König Friedrich Wilhelm III. (Regierungszeit 1797-1840) führte 1810 die II. und III. Klasse ein, 1830 die IV. Klasse. Der bis 1918 verliehene Orden erfuhr zahlreiche Änderungen und Erweiterungen. Quelle: Portal Rheinische Geschichte Edit Delete
Provinzialkonservator Das Amt des Konservators der Kunstdenkmäler der Rheinprovinz" wurde 1892 bei der Provinzialverwaltung geschaffen. Erster Provinzialkonservator wurde 1893 Paul Clemen (1866-1947). Im 1953 neu gegründeten Landschaftsverband Rheinland (LVR) als Nachfolger der preußischen Provinzialverwaltung wird das Amt fortgeführt als "Landeskonservator" mit Zuständigkeit für den Landesteil Nordrhein von NRW, heutige Bezeichnung LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland. Quelle: Portal Rheinische Geschichte Edit Delete
Provinziallandtag Die Errichtung von Provinzialständen in Preußen wurde 1823 angeordnet. Der Errichtung dieser neuen "Stände" lag ein neuer Ständebegriff zugrunde, wonach sich die Stände durch Grundbesitz qualifizierten und waren nach dem Grundeigentum abgestufte Besitzklassen waren. Jeder Stand hatte eigene Vertreter zu wählen, für die aber im Sinne repräsentativer Körperschaften Weisungsfreiheit und Allgemeinverantwortung gefordert wurden. Das monarchische Prinzip und die Souveränität des Monarchen blieben unangetastet, womit die Bürokratie ihre überragende Bedeutung behielt und deren Beamte weiterhin den eigentlich staatstragenden "Stand" bildeten. Die Kompetenzen der Landtage beschränkten sich auf das Petitionsrecht, auf reine Beratungsfunktionen und die Übernahme weniger Verwaltungsaufgaben. Dem Gesetz folgten acht Gesetze für die Errichtung von Landtagen in den einzelnen Provinzen, das für den Rheinischen Provinziallandtag erschien am 27.3.1824, zu seiner ersten Sitzung trat der Rheinische Provinziallandtag aber erst am 29.10.1826 zusammen. Quelle: Portal Rheinische Geschichte Edit Delete
Provinzialverwaltung Als Teil der staatlichen Verwaltung für einen bestimmten Provinzbezirk zuständig. Die Provinzialverwaltung der preußischen Rheinprovinz unter der Leitung des Oberpräsidenten hatte von 1822 bis 1945 ihren Sitz in Koblenz. Quelle: Portal Rheinische Geschichte Edit Delete
Provinzialverwaltungsrat Errichtet 1871 für die Zwecke der Verwaltung des provinzialständischen Vermögens und der provinzialständischen Anstalten; an die Spitze trat 1875 ein besoldeter Beamter, der Landesdirektor (ab 1897 unter der Bezeichnung Landeshauptmann). Mit Einführung der Kreisordnung von 1875 in der Rheinprovinz im Jahre 1887 Umwandlung zum Provinzialverband, der kein ständisches Gremium mehr war, sondern eine Spitzenkörperschaft der kommunalen Selbstverwaltung neben der staatlichen Verwaltung. Vorläufereinrichtung des 1953 gegründeten Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) mit Begrenzung auf den Landesteil Nordrhein von NRW. Quelle: Portal Rheinische Geschichte Edit Delete
Reichskanzler Bezeichnet (1) im alten Deutschen Reich (bis 1806) den Reichserzkanzler (das Amt lag seit 965 beim Erzbischof von Mainz), (2) im Norddeutschen Bund 1867-1871 den vom Bundespräsidum, das der König von Preußen inne hatte, bestimmten Bundeskanzler, (3) im Deutschen Reich 1871-1918 den Reichskanzler, den höchsten, vom Kaiser ernannten Regierungsbeamten und Vorsitzenden des Bundesrats, (3) 1919-1945 den deutschen Ministerpräsidenten, der (4) in der Bundesrepublik Deutschland seit 1949 wieder Bundeskanzler heißt. Quelle: Portal Rheinische Geschichte Edit Delete
Reparationen Kriegsentschädigungen, Wiedergutmachungsleistungen. Quelle: Portal Rheinische Geschichte Edit Delete
Rheinischer Melioratsfonds Durch preußische Kabinettsorde vom 20.2.1856 gegründet, diente der Förderung land- und forstwirtschaftlicher Verbesserungen und Wegebauten in bedürftigen Gegenden der Rheinprovinz durch Darlehn. Zusammen mit der 1852 gegründeten Provinzialhilfskasse ging der Melioratsfonds 1873 in die Zuständigkeit des Provinzialverwaltungsrates über und mit dem Dotationsgesetz vom 8.7.1875 an den Provinzialverband. Quelle: Portal Rheinische Geschichte Edit Delete
Rheinischer Provinziallandtag Am 5.6.1823 erließ der preußische König das Gesetz über die Anordnung von Provinzialständen. Es folgten acht Gesetze für die einzelnen Provinzen, das für den Rheinischen Provinziallandtag erschien am 27.3.1824. Dieser trat erst am 29.11.1826 erstmals zusammen. Er tagte in Düsseldorf und setzte sich aus vier Ständen - Fürsten, Ritter, Städte, Landgemeinden - zusammen. Von den 80 Mitgliedern entfielen fünf Abgeordnete auf den ersten Stand, auf die anderen drei Stände jeweils 25. Die Wählbarkeit war an Grundeigentum gebunden, das nach der Höhe der Grundsteuer bemessen wurde. Der Provinziallandtag tagte alle zwei bis drei Jahre, seit 1841 regelmäßig alle zwei Jahre. 1842 wurde ein ständiger Ausschuss geschaffen, womit der Aufbau der späteren selbständigen Verwaltung der ständischen Anstalten und einer provinzialen Kommunalverwaltung begann, ab 1875 Provinzialverwaltung. Die letzte Wahl zum Rheinischen Provinziallandtag fand am 12.3.1933 statt; mit Gesetz vom 15.12.1933 wurden die Provinziallandtage in Preußen aufgelöst. Quelle: Portal Rheinische Geschichte Edit Delete
Rheinischer Verein für Denkmalpflege und Heimatschutz 1906 in Köln gegründeter Verein zur Bewahrung von Natur- und Baudenkmälern. Quelle: Portal Rheinische Geschichte Edit Delete
Rheinlandbastard Diskriminierender Ausdruck für die Kinder von deutschen Frauen und dunkelhäutigen Besatzungssoldaten zwischen 1919 und 1930. Quelle: Portal Rheinische Geschichte Edit Delete
Romanik Der erste der beiden Stile der mittelalterlicher Kunst, der in ganz Europa verbreitet war; Schwerpunktländer waren Deutschland, Frankreich und Italien (insbesondere die Lombardei). Die Blütezeit liegt zwischen etwa 1000 und der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts, wobei sich in Frankreich die Gotik bereits früher durchsetzte. In Deutschland wird zwischen der karolingischen Kunst und dem romanischen Stil noch die ottonische Kunst abgesetzt. Der Begriff "Romanik" wurde um 1820 geprägt. Quelle: Portal Rheinische Geschichte Edit Delete
Säkularisation/Säkularisierung Durch französischen Konsularbeschluss wurden linksrheinisch alle geistlichen Institute mit Ausnahme der Bischofssitze, Domkapitel, Pfarreien und ausschließlich der Krankenpflege und dem Unterricht dienenden Anstalten aufgelöst. Im Rechtsrheinischen schuf der Reichsdeputationshauptschluss vom 25.2.1803 die gesetzliche Grundlage, im Linksrheinischen wurde nicht nur geistlicher, sondern auch weltlicher Besitz konfisziert und zum Nationalgut deklariert. Quelle: Portal Rheinische Geschichte Edit Delete
Schändliches Dekret Unter Napoleon 1808 erlassenes Dekret, "die Juden betreffend", das so genannte "Schändliche Dekret (décret infâme). Es beseitigte die Freizügigkeit und freie Erwerbstätigkeit der Juden und setzte für sie in wichtigen Punkten die Bürgerrechte außer Kraft. Es beeinträchtigte für fast ein halbes Jahrhundert Existenz und Erwerbstätigkeit der rheinischen Juden in entscheidender und oft einschneidender Weise. Am 13.7.1843 beschloss der 7. Rheinische Provinziallandtag die Abschaffung des "Infamen Dekrets" von 1808 und die Gewährung der völligen staatsbürgerlichen und politischen Gleichstellung der Juden in der Rheinprovinz. Es war das erste Mal, dass sich ein deutsches Parlament - sofern die preußischen Landtage des Vormärz als solche anzusehen sind - vorbehaltlos und mit großer Mehrheit für die politische Emanzipation der Juden aussprach. Quelle: Portal Rheinische Geschichte Edit Delete
Separatismus Bezeichnung für das politische Bestreben, ein Territorium aus einem bestehenden Staatsverband zu lösen, um dieses einem anderen Staat anzugliedern beziehungsweise unabhängig werden zu lassen. 1919 und 1923 scheiterten separatistische Gruppierungen mit dem Versuch, das Rheinland aus dem Staatenbund des Deutschen Reiches beziehungsweise aus dem Land Preußen auszugliedern und eine unabhängige Rheinische Republik zu gründen. Quelle: Portal Rheinische Geschichte Edit Delete
Sozialistengesetze Zwei Attentate auf Kaiser Wilhelm I. (Regentschaft 1858/1861-1888, Kaiser seit 1871), mit denen die Sozialdemokraten nichts zu tun hatten, lieferten Reichskanzler Otto von Bismarck den Vorwand für das Ausnahmegesetz "gegen die gemeingefährlichen Bestrebungen der Sozialdemokratie", das am 21.10.1878 vom Reichstag verabschiedet wurde. Das so genannte Sozialistengesetz machte die Sozialdemokraten rechtlos, zerschlug ihre Organisation und die ihr nahestehender Einrichtungen sowie ihre Presse. Das zunächst auf drei Jahre befristete, letztmals 1887 verlängerte Gesetz blieb bis zum 30.9.1890 in Kraft. Es erwies sich als Fehlschlag, radikalisierte die Arbeiterschaft und trieb sie in einen immer schärferen Gegensatz zum Staat. Die Sozialdemokratie wurde nicht zerstört, sondern gestärkt. Bei den Reichstagswahlen 1890 stand die SPD der Stimmenzahl nach an der Spitze aller Parteien. Quelle: Portal Rheinische Geschichte Edit Delete
Te Deum lateinisch Te Deum laudamus (dt.: Dich, Gott, loben wir), Anfang eines der bekanntesten lateinischen Kirchenlieder, das auch als Ambrosianischer Lobgesang bekannt ist. Als Verfasser des Gesangs gelten entweder der heilige Augustinus und Ambrosius von Mailand (6. JH. n. Chr.) oder Nicetas von Remesiana (4. Jh. n. Chr.). Nachdem in den ersten drei Strophen der dreifaltige Gott und Jesus Christus lobgepriesen wird, folgt in der letzten Strophe die Bitte um Erbarmen und Erlösung. Aufgrund dieser Thematik ist es eines der wenigen ursprünglich katholischen Kirchenlieder, die auch im protestantischen Gottesdienst gesungen werden. Deutsche Übersetzungen wurden u.a. von Ignaz Franz 1771 und Romano Guardini 1950 verfasst. Quelle: Portal Rheinische Geschichte Edit Delete
Toleranzedikt lateinisch tolerare (erdulden), Bezeichnung für einen amtlichen Erlass, der die Duldung von religiösen Minderheiten zulässt. Quelle: Portal Rheinische Geschichte Edit Delete
Vereinigter Landtag Bezeichnung für eine von König Friedrich Wilhelm IV. im April 1847 und 1848 einberufene Versammlung der seit 1823 bestehenden acht preußischen Provinzialstände in Berlin. Die insgesamt 617 Abgeordneten waren in Herren- und Dreiständekurie aufgeteilt. Friedrich Wilhelm plante den Ausbau eines Eisenbahnnetzes, dessen staatliche Finanzierung jedoch nach dem Staatsschuldengesetz von 1820 von einer gesamtpreußischen Vertretung verfassungsmäßig garantiert werden musste. Daraufhin wurde der Vereinigte Landtag durch das Februar-Patent vom König beauftragt, über die neuen Staatsanleihen und Steuern für das Projekt zu entscheiden. Der Landtag besaß kein Recht auf regelmäßiges Tagen, sondern wurde vom König nur bei Bedarf einberufen. Im Vereinigten Landtag kam es zum ersten mal zu einer Form des modernen Parlamentarismus, indem sich liberale und konservative Fraktionen bildeten, ohne dabei auf die ständische Herkunft zu achten. Damit fungierte der Landtag als Vorläufer und Vorbild für die Nationalversammlung der 1848er Revolution, die den Vereinigten Landtag schließlich ablöste. Quelle: Portal Rheinische Geschichte Edit Delete
Versailler Friede Der Mit Inkrafttreten des Versailler Vertrags am 10.1.1920 erlitt Preußen große Gebietsverluste: im Westen fielen Eupen und Malmedy an Belgien; das Saarland wurde für 15 Jahre unter die Verwaltung des Völkerbunds gestellt und von einer internationalen "Regierungskommission" verwaltet. Von Seiten der Rheinprovinz fielen die Kreise Saarlouis, Saarbrücken-Stadt und Saarbrücken-Land sowie Teile der Kreise Merzig und St. Wendel an das Saargebiet. Die Alliierten legten "als Bürgschaft für die Durchführung" des Vertrags die Fortsetzung der mit dem Waffenstillstand eingeleiteten Besetzung der linksrheinischen Gebiete fest. Die rechtliche Voraussetzung der Besatzung bildete das mit dem Vertrag unterzeichnete und gleichzeitig in Kraft getretene Rheinlandabkommen. Die Besatzungszeit sollte bis zu 15 Jahre dauern: Die erste (sogenannte Kölner) Zone sollte fünf, die zweite (mittlere) Zone mit dem Brückenkopf Koblenz zehn und die dritte 15 Jahre nach Inkrafttreten des Vertrags besetzt bleiben. Die Verwaltung im Besatzungsgebiet oblag der Rheinlandkommission mit Sitz in Koblenz. Als Dienstgebäude diente das Oberpräsidium der Rheinprovinz. Quelle: Portal Rheinische Geschichte Edit Delete
Weimarer Republik Bezeichnung des präsidialen und parlamentarischen Regierungssystems in Deutschland zwischen 1919 und 1933. Gebräuchliche Bezeichnung der gesamten Epoche deutscher Geschichte zwischen dem Ende des Ersten Weltkriegs und der Machtergreifung der Nationalsozialisten. Benannt nach dem Tagungsort der verfassungsgebenden Nationalversammlung in Weimar. Quelle: Portal Rheinische Geschichte Edit Delete
Zentral-Dombau-Verein Gegründet am 14.2.1842 als Dombau-Verein zu Köln mit dem Ziel, den Kölner Dom fertig zu stellen. Am 10.4.1842 Umbenennung in Zentral-Dombau-Verein. Zweck des Vereins war die Unterstützung der Vollendung des gotischen Domes, an dem 1560 die Bauarbeiten eingestellt worden waren. Am 3.9.1840 versammelten sich im Kölner Rathaus 202 Domfreunde, um die Gründung des Vereins vorzubereiten. Seit dem 4.9.1865 besteht die Dombau-Lotterie, die bis heute zur Finanzierung der Baumaßnahmen am Dom beiträgt. Quelle: Portal Rheinische Geschichte Edit Delete
Deutscher Zollverein Zusammenschluss der deutschen Bundesstaaten auf dem Gebiet des Zolls und des Handels. Der am 22.3.1833 unterzeichnete Zollvereinigungsvertrag trat am 1.1.1834 in Kraft und blieb bis 1871 wirksam, für Luxemburg sogar bis 1919. Durch den Wegfall der Zollgrenzen zwischen den einzelnen Mitgliedstaaten sowie der Vereinheitlichung von Gewichten und Währungen förderte der Zollverein die Industrialisierung und trug maßgeblich zum wirtschaftlichen Aufschwung bei. Für die Rheinprovinz war er die erste feste Klammer ihrer inneren Verschmelzung mit dem preußischen Staat. Quelle: Portal Rheinische Geschichte Edit Delete
Wiener Kongreß Der Wiener Kongress fand vom 18. September 1814 bis zum 9. Juni 1815 statt. Auf ihm wurde nach der Niederlage von Napoleon Bonaparte in den Koalitionskriegen zahlreiche Grenzen in Europa neu festgelegt und so auch neue Staaten geschaffen. Preußen wurde zahlreiche Gebiete im Westen zugesprochen, wodurch rund sieben Jahre später die Rheinprovinz entstehen konnte. Preußen galt als Wacht am Rhein und sollte sich den fortbestehenden Expansionsbestrebungen Frankreichs entgegenstellen. Edit Delete
Westprovinzen Als Westprovinzen wurden die im Westen des preußischen Königreich gelegenen Provinzen bezeichnet: Die Provinz Westfalen und die Provinzen Jülich-Kleve-Berg und Herzogtum Niederrhein, bzw. ab 1822 die Rheinprovinz. Edit Delete
Verfassungsversprechen König Friedrich Wilhelm III. hatte in einer Proklamation "An die mit der preußischen Monarchie vereinigten Rheinlande" 1815 bekanntgegeben, die Bildung einer "Repräsentation" anzuordnen. Er wurde anschließend mehrmals erfolglos an dieses Versprechen erinnert. Edit Delete
Grand Tour Als Kavalierstour oder Grand Tour (französisch; deutsch „große Reise“) wurde eine bestimmte Phase im Leben junger adeliger Männer bezeichnet, in der sie die Regionen Mitteleuropas zu Bildungszwecken bereisten. Im 19. Jahrhundert wurde diese Form des Reisens zunehmend von bürgerlichen Familien übernommen. Edit Delete
Juli-Revolution Vom 27. bis 29. Juli 1830 kam es in Paris zu Protesten und Aufständen tausender unzufriedener Menschen, nachdem der französischen König Karl X. das Abgeordnetenhaus eigenständig aufgelöst hatte. Die Forderungen reichten von einer Verbesserung der Lebensbedingungen über Steuerreformen bis hin zur Durchsetzung liberaler Ideen und führten zur Abdankung und Flucht des Königs nach England. Edit Delete
Philhellenismus Der Philhellenismus war eine politische Bewegung zur Befreiung Griechenlands von der osmanischen Herrschaft und gilt heute als eine geistige und ideologische Bewegung vor allem westeuropäischer Bürger, die für die Anerkennung der Errungenschaften der (griechischen) klassischen Antike und ihre Aneignung in der Zeit der Aufklärung eintreten. Edit Delete
Bruderkrieg Bruderkrieg bzw. deutsch-deutscher Krieg war eine zeitgenössische Bezeichnung für die kriegerische Auseinandersetzung zwischen Österreich und Preußen sowie ihren Verbündeten im Jahr 1866. Edit Delete
Märzministerium In zahlreichen Staaten des deutschen Bundes wurden während der Revolution 1848/49 neue Regierungen gebildet, die sich mit den revolutionären Forderungen auseinandersetzen sollten. Im Königreich Preußen wurde das Märzministerium auch Kabinett Camphausen-Hansemann bezeichnet und am 20.6.1848 wieder abgesetzt. Edit Delete
Stapelrecht Das mittelalterliche Stapelrecht (auch: Niederlagsrecht) verpflichtete auswärtige Kaufleute ihre Waren bei der Durchreise in bestimmten Städten (u.a. Köln und Mainz) für einen bestimmten Zeitraum zum Verkauf anzubieten. Edit Delete
Kollegialmodell Das Kollegialmodell kann als das zentrale Verwaltungsprinzip Preußens bewertet werden. Es war im ALR festgeschrieben und mit der "Verordnung wegen verbesserter Einrichtung der Provinzial-Behörden" 1815 durch König Friedrich Wilhelm III. bestätigt. Im Gegensatz zum französischen Präsidialmodell zielte es darauf ab, Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten auf verschiedeene Beamte bzw. Minister - kollegial - zu verteilen. Edit Delete
Immediat-Eingabe Als Immediat-Eingaben wurden Petitionen, Denk- und Bittschriften bezeichnet, die unmittelbar (immediat) beim König eingereicht wurden und nicht den vorherigen Dienstgang durchliefen. Edit Delete
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Die Rheinprovinz (in rot) im Gesamtbild des preußischen Staatsgebietes (um 1900).

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