Ulanendenkmal in Düsseldorf

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Düsseldorf, Ulanendenkmal © joachim affeldt, Shutterstock.com

Gemeinde(n): Düsseldorf
Kreis(e): -
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Adresse: Joseph-Beuys-Ufer 27, 40479 Düsseldorf
Bildhauer: Richard Langer (1879-1950)
Aufstellung: 1929

Das Ulanendenkmal am Düsseldorfer Rheinufer ist sowohl ein Kriegerdenkmal zu Ehren der gefallenen Soldaten des Westfälischen Ulanen-Regiments Nr. 5 als auch ein Zeugnis dafür, dass Düsseldorf für rund hundert Jahre eine der wichtigsten preußischen Garnisonsstädte war. Das Regiment wurde am 7. März 1815 im Rahmen der neupreußischen Heeresorganisation gestiftet und aus je einer Eskadron der Schlesischen und Brandenburgischen Ulanen sowie der ehemaligen Bergischen Husaren gebildet. Das Regiment nahm noch im Juni 1815 an den letzten Schlachten der napoleonischen Kriege bei Ligny und Wavre in Belgien teil. Von 1822 bis 1919 war es in Düsseldorf stationiert, wo es mit den 11. Husaren (2. Westfälische) eine Kavalleriebrigade bildete. Die Düsseldorfer Ulanen (Lanzenreiter) kämpften im Deutsch-Französischen Krieg (1870/1871) sowie im Ersten Weltkrieg und wurden 1919 aufgelöst. Den Anstoß für die Errichtung eines Denkmals gab die ehemalige Ulanenkameradschaft unter Generalmajor Adolf von Normann-Loshausen.

Ein erster Entwurf, der vom Direktor der Kunstgewerbeschule Düsseldorf Wilhelm Kreis (1873-1955) ausgearbeitet wurde, fand keine Zustimmung. Im Jahr 1926 wurde daher der Bildhauer Richard Langer beauftragt. Langer hatte an der Kunstakademie Berlin Bildhauerei studiert und war Schüler des Bildhauers Louis Tuaillon, der die Reiterstandbilder von Friedrich III. und Wilhelm II. an der Kölner Hohenzollernbrücke schuf. 1919 wurde Langer als Professor für Bau- und dekorative Bildhauerei an die Akademie in Düsseldorf berufen. 

Als Aufstellungsort wurde zunächst der Hofgarten vorgeschlagen, doch aufgrund der Höhe des Denkmals entschied sich die Stadt für die Aufstellung am Hofgartenufer. Das 1929 aufgestellte Denkmal besteht aus einer fünfzehn Meter hohen steinernen Säule als Sockel eines Reiterstandbildes aus Bronze. Dieses zeigt einen Ulanen mit aufrechter Lanze auf einem steigenden Pferd. 

Die ursprüngliche Inschrift an dem Pfeiler des Denkmals war nach dem Zweiten Weltkrieg mit Rückblick auf die deutsche Geschichte nicht mehr zeitgemäß und ist daher verändert worden. Die 1987 neu angebrachte Inschrift lautet: „Der ehrenvollen Erinnerung an das Westfälische Ulanen-Regiment Nr. 5 und seine für das Vaterland gefallenen Kameraden“. Das Ulanendenkmal ist dadurch ein Spiegel auch für den veränderten Umgang mit Krieger- und Gefallenendenkmälern. 

Literatur (Auswahl):

Clemens von Looz-Corswarem, Das Ulanendenkmal, in: Jörg Engelbrecht/ Clemens von Looz-Corswarem (Hg.), Krieg und Frieden in Düsseldorf. Sichtbare Zeichen der Vergangenheit, Düsseldorf 2004, S. 213-219

Clemens von Looz-Corswarem/ Rolf Purpar, Kunststadt Düsseldorf. Objekte und Denkmäler im Stadtbild, Düsseldorf 1996


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