Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

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Bonn, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität © Jürgen Gregori, LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland

Gemeinde(n): Bonn
Kreis(e): -
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Adresse: Regina-Pacis-Weg 3, 53113 Bonn
Gründung: 1818

Der Vorläufer der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn war die in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhundert gegründete „Maxische Akademie“. Auf dem Wiener Kongress versprach der preußische König der Rheinprovinz die Einrichtung einer Universität. Die Städte Bonn und Köln reichten ihre Bewerbungen ein. Mit der unterzeichneten Stiftungsurkunde durch König Friedrich Wilhelm III. von Preußen am 18. Oktober 1818 erhielt Bonn den Zuschlag. Der Hauptgrund hierfür war unter anderem der Wunsch Berlins eine paritätische Universität zu gründen, wobei die Ausbildung von evangelischen wie katholischen Geistlichen ermöglicht werden sollte. Die Universität zunächst als „Bonner Rhein-Universität“ bezeichnet, erhielt sie 1828 offiziell den Namen „Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität“. Die Institute bezogen die Räumlichkeiten des ehemaligen kurfürstlichen Schlosses am Hofgarten und in Schloss Clemensruhe in Poppelsdorf. Da das kurfürstliche Schloss nach einem Brand im Jahr 1777 mitunter baufällig war, wurden der Regierungsrat Retel und der spätere Universitätsbaumeister Waesemann mit Umbauplänen beauftragt. Das Hauptgebäude am Hofgarten wurde von der Administration, der Philosophischen Fakultät, der Theologie wie auch der Medizinischen Fakultät genutzt. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts entstanden insbesondere für die Medizin und die Naturwissenschaften Neubauten. 

Mit dem Studienantritt des Prinzen Ernst und Albert von Sachsen-Coburg-Gotha im Jahre 1837 erhielt Bonn de Ruf einer „Prinzenuniversität“. Aus dem Hause Hohenzollern besuchten Kronprinz Friedrich Wilhelm von Preußen (den späteren deutschen Kaiser Friedrich III.), dann dessen Sohn Wilhelm (später Kaiser Wilhelm II.) die Universität. Letzterer besuchte in vier Semestern eine Vielzahl von Vorlesungen aus dem Bereich des Rechts, der Literaturwissenschaft und sogar der Experimentalphysik. 

Nach einem schweren Luftangriff im Zweiten Weltkrieg, der das Hauptgebäude am Hofgarten stark beschädigte, wurde der Lehrbetrieb im November 1945 sukzessive wiederaufgenommen. Zugelassen wurde ca. 2500 Studierende und insbesondere solche, die bereit waren die Bauten in „Studentischen Bautrupps“ mit wieder zu errichten. 2018 konnte die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn ihr 200-jähriges Jubiläum feiern. 

Literatur (Auswahl): 
Dominik Geppert (Hg.), Preußens Rhein-Universität 1818-1918, Geschichte der Universität Bonn (Band 1), Göttingen 2018

Gerhard Kirchlinne, Die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität zu Bonn, Geschichte und Geschichten aus zwei Jahrhunderten, Bonn 2017

Georg Satzinger (Hg.), Das kurfürstliche Schloß in Bonn, Residenz der Kölner Erzbischöfe - Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität, München 2007


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